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Aktuelles vom luxemburgischen Gesundheitssektor

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Luxemburg startet ersten grenzüberschreitenden elektronischen Gesundheitsdatenaustausch zwischen europäischen Ländern

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veröffentlicht den 01/07/2019

Heute zeichnet sich Luxemburg – gemeinsam mit der Tschechischen Republik – als Pionier-Land aus, das den grenzüberschreitenden Austausch des Patienten-Kurzberichtes innerhalb Europas im Rahmen des Programms CEF (Connecting Europe Facility) – eHDSI (eHealth Digital Services Infrastructure) starten darf.

Konkreter ausgedrückt bedeutet das für Luxemburg, dass ab jetzt ein europäischer Patient, der einen Arzt während seines Aufenthaltes in Luxemburg konsultiert, diese Dienstleistung in Anspruch nehmen kann und somit anfragen kann, seinen Patienten-Kurzbericht mit diesem zu teilen. Zunächst kann der elektronische Transfer des Patienten-Kurzberichtes nur für Patienten aus der Tschechischen Republik erbracht werden und ab Juli ebenfalls für Patienten aus Portugal und Malta. Danach wird diese Dienstleistung nach und nach auf die Bürger anderer Mitgliedsstaaten, die am CEF eHDSI Programm teilnehmen, erweitert.

Diese erste E-Health Dienstleistung ist beinhaltet vor allem die schrittweise Einführung des elektronischen Austausches von zwei Dokumententypen – dem Patienten-Kurzbericht und der E-Prescription – innerhalb von Europa, ermöglicht durch CEF eHDSI, welches die nationalen E-Health Kontaktstellen (NCPeH – National Contact Point for e-Health) der teilnehmenden Mitgliedsstaaten verbindet. Für Luxemburg ist es die Agence eSanté, die die Verwaltung des hoch gesicherten technischen Portals übernimmt und beauftragt wurde diesen Austausch, genannt NCPeH, durchzuführen.

Der elektronische grenzüberschreitende Austausch des Patienten-Kurzberichtes und der E-Prescription wird schrittweise in den 22 folgenden europäischen Mitgliedsstaaten eingeführt: Finnland, Estland, Tschechische Republik, Luxemburg, Portugal, Kroatien, Malta, Zypern, Griechenland, Belgien, Schweden, Österreich, Italien, Ungarn, Irland, Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien, Slowenien, Litauen, Niederlande.

Finnland und Estland sind die Pilotländer, die im Januar 2019, den grenzüberschreitenden Austausch der E-Prescription und der E-Dispensation eingeführt haben. Seit deer Einführung am 21. Januar 2019 wurden, bis zum 5. Juni 2019, mehr als 4.700 E-Prescriptions und mehr als 2.100 E-Dispensations zwischen diesen zwei Ländern ausgetauscht. Seit Anfang dieser Woche hat sich Kroatien dem angeschlossen.

Luxemburg ist also seit heute mit dem elektronischen Transfer des Patienten-Kurzberichtes eines ausländischen Patienten zu einem luxemburgischen Arzt beschäftigt. Ab 2020 kümmert sich die Agence eSanté um die Einführung von zwei weiteren Anwendungsgebieten kümmert:

- das Versenden des Patienten-Kurzberichtes eines luxemburgischen Versicherungsnehmers an einen Arzt, den er im Ausland konsultiert

- das Versenden der E-Prescription – verordnet von einem luxemburgischen Arzt – an eine Apotheke eines anderen europäischen Landes

Die Einführung des grenzüberschreitenden elektronischen Austausches des Patienten-Kurzberichtes und der E-Prescription soll zu einer besseren Betreuung des Patienten beitragen und die sichere Fortsetzung der Behandlung und der Qualität über die Grenzen heraus zu vereinfachen.

In der Tat ermöglicht die elektronische Zurverfügungstellung von wichtigen Gesundheitsdaten Ärzten und Apothekern in anderen europäischen Ländern ihre Behandlungen so gut wie möglich anzupassen und somit medizinische Fehler vorabzusehen und zur Sicherheit des Patienten beizutragen. Und was angesichts des europäischen Kontextes noch wichtiger ist: da die Dokumente in der Verkehrssprache/Arbeitssprache des Landes, in dem die Behandlung ausgeführt wurde, in die des Eintragungslandes des Patienten übersetzt werden, werden somit die potentiellen Sprachbarrieren zwischen dem Patienten und dem Gesundheitsdienstleister aufgehoben und somit eine höhere Sicherheit gewährleistet.

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⇒ Link zum Artikel, der im Paperjam veröffentlicht wurde

⇒ Link zum Artikel, der im L’Essentiel veröffentlicht wurde

⇒ Link zum Communiqué, der auf der Webseite gouvernement.lu veröffentlicht wurde

 

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